Gender Mainstreaming - eine "untechnische" Erklärung

Der Begriff führt oft zu Abneigung, bevor die Intention überhaupt dargestellt werden kann. Deshalb zunächst eine „untechnische“ Erklärung.

Es geht bei Gender Mainstreaming um die Chancengleichheit
für Männer und Frauen
.

Dabei sollen die Geschlechterdifferenzen wahrgenommen werden um Diskriminierungen zu vermeiden.

Mit der Strategie sollen Unterschiede identifiziert werden, um Nachteile, die sich ergeben, beseitigen zu können.

Das Konzept geht von der Anerkennung der männlichen und der weiblichen Identität sowie der Bereitschaft zu einer ausgewogenen Teilung der Verantwortung zwischen Männern und Frauen aus.

Die Förderung der Gleichstellung hat nicht eine rein statistische Parität zum Ziel.

Es betrifft die Chancengleichheit von Männern und Frauen im Hinblick auf die Entfaltung ihrer Persönlichkeit und ihrer Selbständigkeit einschließlich der Arbeitsorganisation, der Zeiteinteilung usw.

Die Unterschiede zwischen den Lebensverhältnissen, Situationen und Bedürfnissen von Männern und Frauen sollen systematisch auf allen Politik- und Aktionsfeldern der Gesellschaft berücksichtigt werden.

Durch Gender Mainstreaming soll das rechtliche Instrumentarium, die finanziellen Mittel sowie Analyse- und Moderationskapazitäten der Verantwortlichen aktiviert werden, damit dem Bedürfnis nach Entwicklung ausgewogener Beziehungen zwischen Männern und Frauen Achtung verschafft wird.

Es handelt sich um eine Querschnittsaufgabe.